ARIWA-Infostand zur Kampagne „Albtraum Hühnermast – 42 Tage bis zum Tod!" auf einem Stadtplatz. Vorderes Banner mit Küken-Foto und orangem Text. Dahinter drei Aktivist:innen am Tisch mit Broschüren und veganen Kostproben. Eine Passantin steht vor dem Stand.

42 Tage bis zum Tod

Was bedeutet es, als Masthuhn zur Welt zu kommen? 42 Tage leben, dann sterben, weil der Schlachtzeitpunkt erreicht ist. Mit unserer Aktion „42 Tage bis zum Tod“ haben wir genau darüber in Würzburg aufgeklärt: die systematische Ausbeutung von Hühnern in der Fleischindustrie und die Frage, ob das wirklich sein muss.

Unser Pavillon mit dem Banner „Albtraum Hühnermast – 42 Tage bis zum Tod!“ zog Blicke auf sich. Das großformatige Küken-Foto machte deutlich, worum es geht: Tiere, die kaum das Licht der Welt erblickt haben, bevor ihr Schicksal bereits besiegelt ist. Masthähnchen werden auf maximalen Fleischansatz gezüchtet, ihr Körper wächst so schnell, dass viele von ihnen kaum noch laufen können. Die natürliche Lebenserwartung eines Huhns liegt bei fünf bis acht Jahren. In der Hühnermast endet das Leben nach sechs Wochen. Über 650 Millionen Hühner werden in Deutschland jedes Jahr geschlachtet.

Wir wollten nicht nur aufklären, sondern auch zeigen: Es geht anders und es schmeckt. Hinter den Kulissen wurde fleißig gebruzzelt: pflanzliche Nuggets, Steak-Streifen, Crispies. Alles ohne Tier, alles zum Probieren.

Die Reaktionen? Überraschend positiv. Viele Passant:innen griffen zu, fragten nach den Produkten, lasen die Verpackungen. Genau dieser Moment öffnet Türen für echte Gespräche.

Hühnerfleisch ist das meistkonsumierte Fleisch in Deutschland. Die Bedingungen, unter denen Masthähnchen leben, sind auch bei Bio-Haltung kaum artgerecht. 42 Tage – das ist die Zeitspanne, in der ein Masthähnchen von der Geburt zur Schlachtung durchläuft.

Wir finden: Das verdient Aufmerksamkeit. Und Konsequenzen.

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