Nahaufnahme des ARIWA-Aufstellers „Friede Freude Eier? – Wir informieren Dich gerne!" mit Fakten zur Eierindustrie: 30 Millionen getötete Legehennen pro Jahr, Lebensdauer 12–18 Monate, Satz „Eierkonsum tötet!" Im Hintergrund unscharf der Infostand mit Aktivist und Passant:innen.

Friede, Freude, Eier? II

Am 11. April 2026 waren wir wieder am Sternplatz. Zum zweiten Mal mit unserer Aufklärungsaktion rund um die Eierindustrie und das aus gutem Grund.

Die erste Runde hat gezeigt: Das Thema trifft einen Nerv. Eier gelten gesellschaftlich als harmlos und „natürlich“. Dabei steckt hinter jedem Ei eine Realität, die kaum jemand kennt.

Das Urhuhn legte maximal 30 Eier pro Jahr. Heutige Legehennen produzieren über 300 – gezüchtet, selektiert, auf Hochleistung getrimmt vom Menschen. Ihr Körper zahlt dafür den Preis.

Unser Stand war wieder aufgebaut, inklusive des selbstgemachten Frage-&-Antwort-Bretts, das beim ersten Mal so gut ankam. Passant*innen konnten selbst überlegen, ob sie die Antwort zur Frage kennen.

Und genau das funktioniert: Wer selbst auf die Antwort kommt, vergisst sie nicht mehr so schnell.

Was hinter dem Begriff „Legehuhn“ steckt

  • Legehennen sind keine Nebenprodukte der Fleischindustrie – sie sind ein eigener Industriezweig
  • Männliche Küken dieser Rassen haben keinen wirtschaftlichen Nutzen → Tötung kurz nach dem Schlüpfen (auch wenn das „Kükentöten“ seit 2022 in Deutschland eingeschränkt ist, ist das globale Bild ein anderes)
  • Kein Ei ist ohne Leid – egal ob Boden-, Freiland- oder Bio-Haltung
  • Das Huhn hat kein Interesse daran, sein Ei herzugeben

„Friede, Freude, Eier?“ – wohl kaum. Und wer die Antwort kennt, kauft anders ein. So wie die Person, die extra noch mal zurückkam, um uns zu erzählen, dass sie ursprünglich Eier für Spätzle kaufen wollte, aber durch unseren Stand ins nachdenken gekommen ist. Die Spätzle wollte sie jetzt vegan zubereiten, was ja auch gar kein Problem ist.

Danke an alle, die dabei waren, geredet haben, zugehört haben. Wir kommen wieder.

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